Projekt: Sprachlotsinnen und Sprachlotsen

Theobald-Ziegler-Schule

Sprachlotsinnen und Sprachlotsen an der Theobald-Ziegler-Schule (© Günther Bauer)
Projektlehrkräfte Natalia Glaz, Kathrin Thomamüller-Neszmelyi (© Günther Bauer)

Viele Eltern unserer Schule kennen das deutsche Schulsystem nicht, da sie selbst die Schule in einem anderen Land besucht haben. Wir möchten es Eltern unabhängig geringer Deutschkenntnisse erleichtern, sich selbständig Informationen zu erschließen. Sie sollen sich an unserer Schule willkommen fühlen und die dazu nötigen Hilfen bekommen. 

Hierzu haben wir Eltern als Sprachlotsinnen und Sprachlotsen gewinnen können: Sie erklären sich bereit, andere Eltern bei der Übersetzung von einfachen Formularen oder Elternbriefen zu unterstützen. Momentan helfen sie bei der Übersetzung von Englisch, Türkisch, Arabisch, Polnisch, Russisch und Tigrinya.

Wir haben das Projekt auf verschiedenen Wegen vorgestellt und bekannt gemacht. Im Rahmen unseres monatlich stattfindenden Elterncafés haben wir es den Eltern vorgestellt. Hierzu waren auch die Sprachlotsinnen und Sprachlotsen eingeladen.

In unserem „Theoplaner“, den jedes Kind als Hausaufgabenheft für das gesamte Schuljahr erhält, wird das Projekt beschrieben, um es so möglichst allen Eltern der Schule bekannt zu machen.

Vor der Mensa unserer erweiterten schulischen Betreuung und vor dem Sekretariat befinden sich Schaukästen, in denen sich die Sprachlotsinnen und Sprachlotsen mit Foto und einem kleinen Text mit Kontaktdaten vorstellen. Außerdem wurde auf Elternabenden über das Projekt informiert.

Gelungenes, Überraschendes, Erfreuliches

Gemeinsam mit dem Elternbeirat entstand die Idee, Sprach- oder Verständnisbarrieren am besten durch Eltern selbst abzubauen, die die gleiche Sprache sprechen. Zunächst haben wir befürchtet, dass sich nicht genügend Eltern finden, die übersetzen möchten und waren von der großen Resonanz überrascht, mit der viele Eltern in das Projekt eingestiegen sind.

Stolpersteine

Bevor wir uns auf das Projekt einigten, gab es verschiedene andere Projektideen. So diskutierten wir zum Beispiel ein tägliches Elterncafé für die Eltern des Vorlaufkurses. Dies scheiterte an der Raumknappheit in unserer Schule. Es war schwer, verschiedene Interessen innerhalb des Kollegiums und der Schulleitung zu berücksichtigen und dann ein Projekt zu finden, das für alle tragbar war. Innerhalb der Elternschaft ist die Resonanz, die Sprachlotsinnen und Sprachlotsen in Anspruch zu nehmen noch nicht so groß, wie wir uns das erhofft hatten.

Blick in die Zukunft

Die Schaukästen mit den Fotos und Informationen über die Sprachlotsinnen und Sprachlotsen müssen immer auf dem neuesten Stand sein. Jedes Jahr tauschen wir die Eltern aus, deren Kinder die Schule verlassen haben. Außerdem muss das Projekt weiter beworben werden, damit sich neue Sprachlotsinnen und Sprachlotsen finden. Hierzu müssen sich Kolleginnen und Kollegen oder Eltern finden. Wir stellen das Projekt am Informationselternabend vor. Da diese Elternabende in der Regel stark besucht werden, erreichen wir viele Eltern. Zudem stehen wir über den Schuljahresplaner mit allen Eltern in ständigem Kontakt.

Tipp zum Nachahmen

Informieren Sie das Kollegium vor Beginn des Projekts gut über alle Vorhaben, damit es das Projekt mitträgt und in der Elternschaft bekannt macht.

Theobald-Ziegler-Schule

Adresse und Kontakt:
Theobald-Ziegler-Str.10
60435 Frankfurt
Tel.: (069) 212-38755
E-Mail: poststelle.theobald-ziegler-schule@stadt-frankfurt.de
Internet: www.theobald-ziegler.frankfurt.schule.hessen.de
Projekt: Sprachlotsinnen und Sprachlotsen
Schulform: Grundschule
Anzahl der Klassen: 15
Schülerzahl: 345
Stadtteil: Preungesheim/Eckenheim
Besondere Angebote: erweiterte schulische Betreuung, Pakt für den Nachmittag, Inklusion, Vorklasse, Vorlaufkurs, herkunftssprachlicher Unterricht in Türkisch und Polnisch, Streitschlichter, Elterncafe, Internet ABC-Schule

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