Projekt: Willkommenskultur

Johann-Hinrich-Wichern-Schule

Projekt für eine bessere Willkommenskultur an der Johann-Hinrich-Wichern-Schule (Eltern-Netzwerk an der Georg-Büchner-Schule (© Günther Bauer)
Projektlehrkräfte Dorothee Franz und Dominik Scheel (© Foto der Schule)

Wir wollen Eltern verstärkt in die Schule einbinden. Dies wollen wir durch vielfältige Ansatzpunkte in der Zusammenarbeit mit den Eltern erreichen.

Wir fördern die Elternbeteiligung an Schulveranstaltungen und -angeboten. Die Lehrkräften sensibilisieren wir, die Eltern als Expertinnen und Experten zu sehen. Bei Veranstaltungen für Eltern werden Lernprodukte vorgestellt. Informationen formulieren wir in Elternbriefen kurz und präzise. Zusätzlich lesen wir die Elternbriefe in den Klassen laut vor. Als Alternative zu den schriftlichen Informationen werden die Eltern angerufen. Außerdem gibt es gemeinsame Veranstaltungen, wie Tage der offenen Tür oder kulturelle Wochen. 

Wir bauen die Willkommenskultur in der Schule aus, z. B. durch die interkulturelle Sensibilisierung der Lehrkräfte. Für eine bessere Kommunikation richten wir einen Dolmetscherpool ein. Eine Liste der Sprachen sowie mehrsprachige Materialien überreichen wir den Eltern in einem Willkommensbeutel. Außerdem verbessern Wegweiser und Schilder in verschiedenen Sprachen die Orientierung in der Schule.

Gelungenes, Überraschendes, Erfreuliches

Viele Eltern interessieren sich für die Schule und besuchen Schulkonferenzen und Elternabende, was für Förderschulen eher untypisch ist. Schulfeste werden als Bereicherung und als Ort des Austauschs geschätzt. Außerdem nehmen die Eltern die Willkommensbeutel sehr gut an. 

Stolpersteine

Der Prozess, alle Beteiligten ins Boot zu holen, ist sehr langwierig. Dazu gehören die Eltern, die Schülerschaft, die Lehrkräfte sowie die Jugendhilfe, Therapeutinnen und Therapeuten. Die Eltern zeigen oft eine ablehnende Anfangshaltung, da die Förderschule keine gewählte Schulform darstellt. Die Lehrkräfte tragen eine hohe Arbeitsbelastung.

Blick in die Zukunft

Wir besprechen das Thema Elternbeteiligung in jeder Gesamtkonferenz. Das führt dazu, dass die Sensibilisierung erhalten bleibt, neue Ideen gesammelt werden und das Projekt fortgeführt werden kann. Dauerhaft etabliert sind die Kinderbetreuung an Elternabenden und die Willkommenskultur. 

Tipp zum Nachahmen

Sichern Sie sich die Unterstützung durch die gesamte Schulgemeinde, z. B. durch die Bereitstellung eines Zeit- und Geldbudgets. Außerdem helfen die Wertschätzung durch die Politik, Input durch Fortbildungen sowie Beispiele aus anderen Ländern. 

Johann-Hinrich-Wichern-Schule

Adresse und Kontakt:
Victor-­Gollancz-­Weg 4
60433 Frankfurt
Tel.: (069) 212-35134
E-Mail: poststelle.johann-hinrich-wichern-schule@stadt-frankfurt.de
Internet: johann-­hinrich-­wichern.frankfurt.schule.hessen.de
Projekt: Stärkung der Willkommenskultur
Schulform: Förderschule
Anzahl der Klassen: 20
Schülerzahl: 260
Stadtteil: Bonames, Nieder­Erlenbach,Frankfurter Bogen
Besondere Angebote: Integrationsklassen, Berufsorientierung, tiergestützte Pädagogik, Bibliothek und Lesepaten, Förderung der Deutschkenntnisse, Gewaltprävention, Schulgarten, Schulband, Jugendhilfe in der Schule

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