Verlängert bis 15. März 2021

Virtuelle Ausstellung "Leben am Stadtrand – die Wohngemeinschaft Bonameser Straße"

Darbietung des Circus Oriental auf einem Stadtfest (© Heidi Fletterer, 1991)

Die ausdrucksstarken Fotografien der virtuellen Ausstellung "Leben am Stadtrand" bieten einen Einblick in das Leben und die Geschichte der Bewohner_innen der Wohngemeinschaft Bonameser Straße. Die Ausstellung wurde verlängert und ist noch bis 15. März 2021 hier zu sehen.

Die Wohngemeinschaft Bonameser Straße liegt zwischen der Bundesautobahn A661, weiten Feldern und unterschiedlichen Frankfurter Stadtteilen. Seit 1953 leben dort Menschen in gesellschaftlich alternativen Lebensformen zusammen. Damit lenkt die Ausstellung den Blick auf einen kulturhistorisch wichtigen Teil der Frankfurter Geschichte.

Bis heute nicht als Opfer anerkannt

Fahrende, wie sich die Bewohnenden selbst bezeichnen, haben dabei eines gemeinsam: ihr Berufsfeld. Die dort ansässigen ambulanten Gewerbebetreibenden arbeiten etwa als Schausteller_innen, Altstoffsammler_innen oder sind Zirkusleute. Viele von ihnen wurden im Nationalsozialismus verfolgt und sind bis heute nicht als Opfer anerkannt. Sie kämpfen für die Akzeptanz ihrer Wohn- und Lebensform wie auch den Erhalt des Geländes.

Diskussion zum Thema im Video ansehen

Die Ausstellung knüpft an das Buch "Soziale Wirklichkeit und Geschichte des Wohnwagenplatzes Bonameser Straße in Frankfurt am Main" der Autorin und Sozialpraktikerin Dr. Sonja Keil an und wurde in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Verlag Brandes & Apsel realisiert. Kuratiert wurde sie vom Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) in Kooperation mit Dr. Sonja Keil.

Im September 2020 diskutierten Dr. Sonja Keil und der Bewohner Karl Klein mit dem Leiter des AmkA im stadtRAUMfrankfurt über die Facetten und Perspektiven des Wohnprojekts (Video hier ansehen).

Räumlichkeiten des stadtRAUMfrankfurt nachempfunden

Die Räumlichkeiten, in denen die Ausstellung online zu sehen ist, sind denen des stadtRAUMfrankfurt realistisch nachempfunden. Auf diese Weise entsteht auch ein neuer Zugang zum stadtRAUMfrankfurt und Interessierte können das Haus unabhängig von Ihrem Aufenthaltsort als Begegnungsort kennenlernen.

Alle Infos zur Ausstellung

 

Direkt zur Ausstellung geht's hier
 

Diskussion zum Thema hier im Video ansehen